Jump to content

PV-Anlage mit thermischem System (Wärmepumpe)


T. Kolb
 Share

Recommended Posts

Hallo zusammen,

ist es möglich bei der Anlagenart "Netzgekoppelte PV-Anlage mit elektrischen Verbrauchern und thermischem System" bei der Systemauswahl "Wärmepumpe (Warmwasser und Heizung)" unter der Rubrik "Thermisches System" die Parameter so einzustellen, dass keine Zuheizung durch fossile Brennstoffe ("Kessel") erfolgt und die gesamte Heizlast inkl. Warmwasser in der Bilanzierung über die Wärmepumpe erfolgt? Ich habe dazu keine Einstellung gefunden.

Viele Grüße,

T. Kolb

 

Link to comment
Share on other sites

  • 1 month later...

Hallo T. Kolb,

nein, diese Herangehensweise ist leider derzeit nicht möglich. Wir gehen in unseren Algorithmen davon aus, dass die gesamte Heizlast gedeckt werden kann (und auch muss). Der Kessel kommt zwar als letztes dran, aber ohne ihn können wir nicht garantieren, dass die geforderte Heizlast versorgt werden kann. Andernfalls würde ja dann z.B. die Raum- oder Warmwassertemperatur unter den eingestellten Wert fallen, und das haben wir in unserer Simulation nicht abgedeckt.

Viele Grüße,

Martin

Link to comment
Share on other sites

Hallo Martin,

danke erstmal für die Rückmeldung!

Es wäre meiner Meinung dennoch schön und sinnvoll dies simulieren zu können. Wenn ich eine Wärmepumpe betreibe, habe ich ja üblicherweise nicht noch eine zweite Backup-Energiequelle. Jetzt wäre es natürlich schön, den Energiefluss zu visualieren, je nachdem ob die Wärmepumpe mit PV-Überschuss oder direkt mit Netzstrom betrieben wird. Und natürlich muss die Heizlast gedeckt werden, im Zweifel eben vom Netz.

Bei Betrieb bzw. Ladung eines E-Autos über PV-Überschuss geht das ja in der Simulation jetzt auch schon und das ist doch vom Prinzip her das Gleiche wie der Betrieb einer (modulierenden) Wärmepumpe bei PV-Überschuss über die SG-Ready Schnittstelle? Es kann natürlich sein, dass ich hier was komplett übersehe - ich habe momentan weder eine PV-Anlage noch eine Wärempumpe, aber genau daher den Wunsch, dies zu simulieren...

Viele Grüße,

Tobias

 

 

Link to comment
Share on other sites

Hallo Tobias,

wenn die Wärmepumpe den Bedarf decken kann, kommt ja der Kessel gar nicht zum Einsatz. Wenn also die Leistung der WP ausreichend dimensioniert ist, sollte im Ergebnis das herauskommen, was du dir vorstellst. Die unterschiedlichen Quellen elektrischer Energie (solar, Netz) zum Betreiben der Wärmepumpe sieht man ja dann ganz schön hinten im Energieflussdiagramm:

grafik.png

In diesem Beispiel betrug die Heizlast etwa 6,5 kW, die Wärmepumpe habe ich auf 8 kW gestellt. Die zusätzliche Energie, die noch durch den Kessel bereitgestellt werden muss, hier 22 kWh, ist dann gegenüber den knapp 12000 kWh vernachlässigbar.

Beste Grüße,

Martin

Link to comment
Share on other sites

  • 10 months later...

Hallo Martin,

Wenn man für die Wärmepumpe aber PV-optimiert einstellt, kommen plötzlich 2/3 der Energie doch wieder vom Heizkessel.
Wie definiert Ihr PV-optimiert?
In meiner Vorstellung müsste die Energie welche die PV nicht abdecken kann aus dem Netz bezogen werden solange die Wärmepumpe nicht zu klein ist.
Das wird aber nicht so simuliert. Sondern der Heizkessel übernimmt die fehlende Energiemenge.
Das macht doch keinen Sinn, oder doch?

LG,
Robert

Link to comment
Share on other sites

Hallo Robert_,

PV-optimiert bezieht sich nur auf die Stromseite, was heißt, dass die Wärmepumpe nur dann arbeitet, wenn überschüssiger PV-Strom vorhanden ist.

Der Wärmebedarf muss gedeckt werden, also übernimmt der Kessel. Die Betriebsart Standard scheint die richtige Wahl, da die WP die Grundlast deckt und Spitzen durch den Kessel gedeckt werden.

Vielleicht sind die Begrifflichkeiten etwas sperrig gewählt.

Viele Grüße,
Frederik

Link to comment
Share on other sites

Hallo Frederik,

jetzt klinke ich mich hier auch nochmal ein. Ich hatte letztes Jahr die Ausgangsfrage gestellt. In der Zwischenzeit haben wir eine Wärmepumpe, leider immer noch keine PV.

Ich sehe das übrigens genauso wie Robert. Das Programm sollte - auch - die Option bieten, die Wärmepumpe als monoenergetische Heizquelle zu simulieren, ohne Backup über einen fossilen Heizkessel, der ohnehin obsolet ist. Es ist doch keine vernünftige Annahme davon auszugehen, dass die Wärmepumpe nur dann arbeiten soll, wenn PV-Überschuss vorhanden ist!

Beim Einsatz der Wärmepumpe ist doch genau das von Interesse: wieviel PV-Bezug ist möglich und wieviel Strom muss ich wann und zu welchen Kosten aus dem Netz beziehen.

Übrigens gibt's für unsere WP jetzt ein SW-Update, mit dem man den Verdichter über Modbus ansteuern kann. Damit würde sich die Wärmepumpe - in Grenzen, weil viel träger - wie das Laden eines E-Autos mit PV-Überschuss verhalten. Das wäre doch die wünschenswerte Betriebsart für den "PV-optimiertem Betrieb" und das sollte das Programm meiner Meinung nach - zumindest in Zukunft - auch darstellen können.

Aber ich kann natürlich nicht einschätzen, welche Zielgruppe ihr mit der Software im Blick habt. Für den "Feld-Wald-Wiesen" Solarteur machen solche Optionen womöglich keinen Sinn, der hat meiner Erfahrung nach leider wenig Interesse daran irgendetwas zu verbauen, was über seine Standardlösung hinausgeht und die Wärmepumpe und die Schnittstelle zu dieser interessieren ihn meistens noch weniger. Für die Heizungsbauer gilt umgekehrt leider das Gleiche! Ich könnte mir aber vorstellen, dass Planungsbüros, die eure Software womöglich auch einsetzen, dies anders und gesamtheitlicher sehen.

Viele Grüße,

Tobias

 

  • Thanks 1
Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

 Share

×
×
  • Create New...