Jump to content

Wechselrichter-Auslegung neigt zur Unterdimensionierung?


artworkad
 Share

Recommended Posts

Hallo,

kann es sein, dass PV*SOL die Wechselrichter eher unterdimensioniert? In folgendem Beispiel geht um eine 29,23 kWp PV-Anlage mit 79 Modulen. Das Objekt ist perfekt südlich ausgerichtet mit 45 Grad Neigung. Ort ist Braunschweig in Niedersachsen.

PV*SOL ermittelt folgenden Wechselrichter:

img1.png.85620896f850cc70aa2cd10205d136c6.png

img2.png.38d927ab7df2e28ceb68f0c7a80fab7e.png

mpp1.png.efa006317f043df563e90f252ebbf69a.png

mpp2.png.e59409f0218bfa9c3bf44cf7e1831a8a.png

 

Das SMA-Tool kommt auf ein anderes Ergebnis:

auslegung5.thumb.png.61d695ae1000dbb8829fece885b1ca6a.png

Der STP-25000 ist hier eher bedingt kompatibel:

auslegung4.thumb.png.ff4d0b1b7f014aa2c23f1759b3aea2b8.png

Zu ähnlichen Ergebnissen komme ich auch bei anderen Objekten. PV*SOL schlägt mir z.B. den Kostal PIKO 8.5 vor, währen das Kostal Tool den PIKO 10 empfiehlt bei einer 9,99 kWp Anlage. Warum neigt PV*SOL zur Unterdimensionierung?

 

Sonnige Grüße

Art

Link to comment
Share on other sites

Hallo Art,

sehr schöne Frage! Sorry für die späte Antwort, wir sind gerade ziemlich im Trubel wegen des anstehenden Releases von PV*SOL premium 2021 R1.

Zu deiner Frage: In die automatische Verschaltung in PV*SOL fließen viele Bewertungskriterien ein. Einer davon ist der Dimensionierungsfaktor, ein anderer, der hier eine Rolle spielt, ist die Anzahl benötigter Wechselrichter.

Der Dimensionierungsfaktor (installierte DC-Nennleistung der PV-Module geteilt durch AC-Nennleistung des Wechselrichters) sollte dabei über 100 % liegen, einfach aus Kostengründen. Dimensionierungsfaktoren von unter 100% machen aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn. Ab Dimensionierungsfaktoren von 115 % machen sich die Verluste, die man durch die Leistungsbegrenzung des Wechselrichters hat, erst bemerkbar (aber sind da noch relativ niedrig). Mit steigendem Dimensionierungsfaktoren steigt dann ab diesem Punkt auch der energetische Verlust an. Aus wirtschaftlicher Sicht kann sich das trotzdem lohnen. Wenn man stark unterdimensioniert, kann man evtl. einen WR anschließen, der laut Datenblatt vielleicht zwei Nummern zu klein ist - dafür ist er aber deutlich guünstiger. Und wenn man dann nur sagen wir 3 % Abregelungsverluste im Jahr hat, kann die Rechnung durchaus aufgehen. 

Wichtig: Zum Berechnen der Abregelungsverluste unbedingt in Minutenwerten rechnen.

 

Der zweite Faktor, der hier eine Rolle spielt, ist wie gesagt die Anzahl an Geräten. Wir bewerten eine geringe Anzahl besser als eine hohe. Für unseren Algorithmus ist es also vorteilhafter, einen STP 25000 zu nehmen, der in einem Dimensionierungsfaktor von 116 % resultiert, als zwei von den STP 15000, die dann zusammen auf einen Dimensionierungsfaktor von unter 100 % kommen.

In der Übersicht über die automatischen Verschaltungen kann man sich dann die Rangliste und die einzelnen Bewertungskritierien nochmal genauer anschauen. Wenn man dort auf die kleinen (i)-Buttons neben den blauen Balken mit den Prozent-Werten klickt, sieht man die Einzelwertungen.

grafik.png

 

Für den STP 250000:

grafik.png

 

Für die zwei STp-15000:

grafik.png

 

Viele Grüße,

Martin

 

Link to comment
Share on other sites

Join the conversation

You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.

Guest
Reply to this topic...

×   Pasted as rich text.   Paste as plain text instead

  Only 75 emoji are allowed.

×   Your link has been automatically embedded.   Display as a link instead

×   Your previous content has been restored.   Clear editor

×   You cannot paste images directly. Upload or insert images from URL.

 Share

×
×
  • Create New...