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Viel zu niedrige Autarkiegrade


C. Drexel
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Hallo,

ich bin noch ganz neu hier; folgende Frage: Ich führe gerade eine Reihe von Simulationen durch; verschiedene PV-Flächen an einem Mustergebäude mit verschieden großen Batteriespeichern kombiniert. Konkret: Maximale Belegung des Daches süd- oder ost-west-orientiert; kombiniert mit Südfassade und alternativ Ost-/West-Fassaden. Dazu werden 3 Batteriespeichergrößen untersucht: 0,7 / 1,4 und 2,1-facher mittlerer Tagesverbrauch. Ziel ist die Maximierung der Autarkie. Die eher kleinen Varianten (70-90 kWp für ca. 40.000 kWh Verbrauch) liefern Autarkiegrade zwischen 60% und 70%. Die Vollaustattung sind 105 kWp bei 231 kWh Speicher - da fällt der Autarkiegrad auf 50% ab. In der Exportdatei stelle ich fest, dass die Speicher im Winter fast gar nicht geladen werden; jeglicher Überschuss wird eingespeist. Woran kann das liegen?

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Hallo,

vielen Dank für die Projektdatei. Die Batterie wird im Winter in der Regel nicht geladen, da die Deckung des Verbrauchs eine höhere Priorität hat. Geladen wird die Batterie erst dann, wenn nach Deckung des Verbrauchs noch genügend PV-Leistung zur Verfügung steht. Ausschlaggebend ist hier bei der DC-Zwischenkreis-Kopplung die PV-Leistung des Wechselrichters, an dem das Batterie-System angeschlossen ist - in Ihrem Fall ist das der 1. Wechselrichter.

Die Netzeinspeisung in diesen Perioden kommt dann durch die anderen Wechselrichter zustande, so dass es auf den ersten Blick vielleicht so aussieht, als würde PV-Leistung ins Netz eingespeist werden, obwohl man damit doch Batterien laden könnte.

Warum der Autarkie-Grad im Vergleich zu den anderen Projekten niedriger ist, kann ich leider anhand dieses einen Projekts nicht beantworten. Kannst du mir die anderen Projekte, bei denen der Autarkiegrad höher ist, auch noch zukommen lassen?

Beste Grüße,

Martin

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Ok, das war mir tatsächlich nicht bewusst, dass die Batterie zwingend nur an einem Wechselrichter hängen muss. Da meine Flächen sehr unterschiedlich orientiert sind, muss ich zwangsläufig mit mehreren Wechselrichtern arbeiten. Ich hab jetzt eine Batterie mit AC-Kopplung gewählt, da gibt´s dann diese Einschränkung auf einen Wechselrichter nicht (versteh ich zwar nicht ganz; bin aber leider auch nicht wirklich Profi in diesem Bereich). Jedenfalls kommt nun ein realistischer Autarkiegrad von 78% heraus.

Aber vielleicht kannst du mir noch kurz erklären, warum bei DC-Zwischenkreis nur ein Wechselrichter für die Ladung relevant sein kann.

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Hallo C. Drexel,

bei der DC-Zwischenkreis-Kopplung ist das Speichersystem im DC-Zwischenkreis des Wechselrichters angeschlossen, also zwischen MPP-Tracking-Einheit und DC/AC-Wandler. Im Zwischenkreis herrscht eine konstante DC Spannung, oft z.B. 400 V. Der Anschluss bezieht sich damit also tatsächlich auf ein physikalisches Gerät, und man kann nicht einen Batterie-Speicher an mehrere DC-Zwischenkreise gleichzeitig anschließen.

Hier nochmal der Link zu unseren Hilfeseiten zu dem Thema:

https://help.valentin-software.com/pvsol/2020/berechnungsgrundlagen/batteriesysteme/#art-der-kopplung

Und hier noch eine Grafik des pv magazines, das die verschiedenen Kopplungsarten auch ganz gut erklärt:

grafik-speichertypen2.jpg

 

Beste Grüße,

Martin

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