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Verschattung des belegten Gebäudes


Thabi
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Hallo,

ich habe bisher keinen passenden Thread zu der Frage gefunden, daher versuche ich hier mein Glück:

Ich lese immer wieder, dass in der Verschattungsanalyse nahe Objekte berücksichtigt werden. Wie sieht es mit dem Haus aus, auf dem die PV-Anlage selbst steht?

Beispiel: Ein quadratisches Haus mit relativ exakter N/S Ausrichtung. Hier soll die Fassade der Ost-Wand belegt werden (vertikale Module). Die Sinnhaftigkeit sei mal dahingestellt, es geht mir rein ums Verschattungsergebnis. Wenn die Sonne aus Süd bzw. Süd/West kommt, müsste die Seite aufgrund der Verschattung durch das eigene Gebäude, sehr verschattet sein. Inbesondere nördlichere Module sind hiervon betroffen. Trotzdem bekomme ich mittlere Verschattungswerte so niedrig wie 0,1% (nördlichste, obere Module) heraus. Klar, Strahlung kommt vermutlich auch von oben an - aber nur um sicherzugehen meine Frage: Wird die Verschattung durch das eigene Gebäude mitberücksichtigt?

Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. Beste Grüße und lieben Dank!

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Hallo Thabi,

kurze Antwort: Ja!

Die geometrische Anordnung der Modulflächen hat einen großen Einfluss auf Direkt- und Diffusanteil der Strahlung und damit auch auf die Erträge. Als Beispiel habe ich einen 10m x 10m x 10m Würfel auf allen Seiten mit Modulflächen belegt:

direkt-diffus.thumb.png.16e2f141281d362280a47d72266c1eef.png

In der Energiebilanz der PV-Anlage sind die Modulflächen einzeln gelistet. Ohne zusätzliche Verschattungsobjekte wie benachbarte Gebäude oder Bäume (Modulunabhängige Abschattung) werden die anteilig größten Verluste durch die Ausrichtung und Neigung der Modulebenen verursacht.

Zu Deiner Frage der Ost-Wand des Gebäudes: Im Diagrammeditor empfehle ich Dir die Betrachtung der Carpetplots verschiedener Ergebnisgrößen. Dort ist auch die Einstrahlung auf die Fläche aller Modulflächen zu finden. Wie zu erwarten fällt ab mittags der Direktstrahlungsanteil weg, was sich in der Einstrahlung nieder schlägt:

einstrahlung-fassade-ost.thumb.png.141f784850b753c3dce4af55210ee6f4.png

Ich vermute, dass mit den mittleren Verschattungswerten die Schattenhäufigkeit gemeint ist? Diese wird durch externe Objekte wie Bäume ermittelt und ist kein Indikator für die geometrische Verschattung.
Die Werte der Schattenhäufigkeit sind mit Vorsicht zu genießen: Als Extrembeispiel sei die Nordfläche mit einem Baum verschattet:

verschattung-nordfassade.thumb.png.9ff812ca6d9468d95c42e1631db7aaf7.png

Die ermittelte hohe Schattenhäufigkeit schlägt sich nur sehr marginal in der Bilanz nieder: ~1%. In den Fällen, in denen die Modulfläche geometrisch Direktstrahlung erhielte, wird diese durch den Baum verschattet. Es ist also immer das Verhältnis aus Schattenhäufigkeit und geometrischer Ausrichtung zu betrachten, um den bilanziellen Anteil zu quantifizieren.

Ich hoffe, das klärt Deine Fragen?

Beste Grüße,
Frederik

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