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Unsatzsteuer auf Eigenverbrauch + Optimierung


sunshineh
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Hallo,

kann man mit PV-Sol auch die zu zahlende Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch berücksichtigen (wenn man die Anlage gewerblich Nutz und den Strom der über den Eigenverbrauch hinausgeht, verkauft)? Wenn ja, wo?

Kann ich außerdem PV-Sol selbst berechnen lassen, wieviele Module auf welcher Fläche am optimalsten wäre? Das man z.B. die Flächen vorgibt, die in Frage kommen und PV-Sol automatisch die beste Verteilung / Belegung ermittelt?

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Hallo sunshineh,

generell sind alle Wirtschaftlichkeitsangaben Netto, demnach ohne Umsatzsteuer. Für eine Betrachtung mit Umsatzsteuer müssten die Tarife und sonstige Kosten entsprechend geändert werden. Für die Tarife würde dies bedeuten, dass man neue Tarife erstellt (alte Tarife kopieren und den Arbeitspreis entsprechend ändern).

Eine Möglichkeit zur Ermittlung einer optimalen Modulanzahl gibt es in PV*SOL nicht. Dies ist auch sehr schwer zu realisieren, da es unterschiedlichste Anforderungen an eine optimale Modulanzahl gibt (max. Autarkie, max. Rendite, max. Einspeisung usw.) und dazu verschiedenste Randbedingunen welche den Ertrag beeinflussen (verwendeter Wechselrichter/mögliche Verschaltungen, Neigungswinkel usw.).

Was möglich ist, ist eine maximale Belegung einer Fläche in der 3D-Visualisierung (siehe Bild, roter Rahmen). Sind noch zusätze Objekte bzw. Sperrflächen definiert, wird dies auch mit beachtet.

modulBelegung.png

 

Viele Grüße,

Marcel

 

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Danke für deine Antwort.

Zu meiner 1.Frage:
Ich würde mir gerne folgende 3 Fälle entsprechend der Wirtschaftlichkeit ansehen:
-Gewerbliche Nutzung mit Überschußeinspeisung über die volle Laufzeit (>man erhält die Vorsteuer, zahlt aber auf den Eigenverbrauch die Umsatzsteuer und auch Einkommensteuer)
-Gewerbliche Nutzung, wechsel zur Kleinunternehmerregelung nach 6 Jahren
-Nutzung der PV-Anlage als Insel
Kann man diese Berechnungen mit PV*SOL durchführen?

Zu meiner 2.Frage:
Nicht die Modulanzahl soll optimiert werden, sondern z.B. nur folgender Fall. Ich möchte insgesamt 35 Module installieren und gebe vor, dass folgende 3 Dachflächen zur Verfügung stehen. Nun wäre es großartig, wenn PV*SOL durchrechnen könne, welche Flächen optimalerweise belegt werden sollen. Durch die Schattenanalyse kann ich ja bereits die Verschattung kalkulieren, aber den Rest muss man - so wie ich es sehe - alles selbst bedenken.

 

 

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Die gewünschten Fälle bei der Wirtschaftichkeitsberechnung können so leider nicht ohne weiteres mit Hilfe von PV*SOL durchgeführt werden.

Wenn ich das richtige verstehe, kann der 1. Fall mit einer kleinen Anpassung der Tarife berechnet werden. Da es sich bei einer Überschusseinspeisung und der Eigenverbrauchsumlage in PV*SOL um zwei verschiedene Tarife handelt, können diese auch entsprechend seperat angepasst werden. Ich nehme an, dass der Überschuss nach EEG vergütet wird, da man die Vorsteuer bzw. Umsatzsteuer als Unternehmen zurück erhält, wäre dies eine Netto-Vergütung. Die Netto-Vergütungssätze sind bereits in PV*SOL enthalten. Dementsprechend wäre nur noch der Eigenverbrauch anzupassen (Bild: gelb markiert). Dazu den passendenen Einspeisetarif in der Datenbank kopieren und den Arbeitspreis entsprechend anpassen (alter Arbeitspreis + Einkommensteuer + Umsatzsteuer). Der Vorteil wäre, man könnte dies mit PV*SOL zwar alles automatisch berechnen lassen, jedoch werden die Steuern nicht extra ausgewiesen.

eigenverbrauch.PNG

Der 2. Fall kann leider nicht so in PV*SOL berechnet werden.

Wenn bei 3. eine netzautarke (off-grid) PV-Anlage gemeint ist, also ohne Netzanschluss, dann kann dies auch mit PV*SOL simuliert werden. Dazu einfach als Anlagenart "Netzautarke PV-Anlage" wählen. Die Anlagenauslegung ändert sich leicht, da für das netzautarke System ein Batteriesystem definiert werden muss. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ändert sich ebenfalls, da es nun keine Einspeisetarife mehr gibt.

netzautark.png

 

Alternativ können mit den Simulationsergebnissen von PV*SOL  auch eigene Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt werden. Da es (weltweit) so viele Möglichkeiten gibt, ist es schwierig alle Fälle abzubilden und wir versuchen immer soweit wie möglich die verschiedenen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen auch in PV*SOL zu implementieren. Aber prinzipiell eine Netto/Brutto Betrachtung zu implementieren ist eine gute Idee für zukünftige Programmversionen.

 

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Zur 2. Frage: Das wurde richtig erkannt. Die Modulverteilung muss selbst gewählt werden. Generell obliegt die optimale Modulverteilung in PV*SOL immer dem Benutzer. Wir bieten dazu verschiedenste Hilfsmittel, wie die Schattenanalyse oder das Einzeichnen von Sperrflächen, aber die eigentliche Belegung abseits der Maximalbelegung muss der Planer durchführen.

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