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Simulations-Ergebnisse täglich extrem unterschiedlich


TWe
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Hallo!

Ich habe eine PV-Anlage geplant, aber die Simulationsergebnisse sind von Tag zu Tag sehr unterschiedlich, für mich sehr unplausibel. Beieinander liegende Tage müssten doch nahezu die gleichen Verläufe haben? Tun sie aber nicht, sowohl bei minütlicher wie stündlicher Simulation.

Habe ich einen groben Gedankenfehler oder ist die Simulation falsch?
Als Info dazu:  Ich habe Daten von PVGIS besorgt ("HOURLY RADIATION DATA") mit "PV power" und "Radiation components". Da sind auch für mich völlig unplausible Werte drin, siehe links = Ostseite bei :0456+0556 oder rechts = Westseite bei :1356). Sind die Geo-Basisdaten evtl. falsch - dann kann PVSOL natürlich auch nichts Korrektes daraus zaubern?

Zeitreihe "PV-Energie DC" für die drei MPPT-Strings (gelb ist Ostseite, blau ist Westseite, grau ist recht flacher Bereich (Gaube + Carport) ).

grafik.thumb.png.5cf450e1176ea5fc1c67410929402183.png

PVGIS-Daten:

grafik.png.2ac3ce23b3b6cf83c157ca48e59665a8.png

 

 

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  • 2 weeks later...

Hallo TWe,

das beobachtete Phänomen ist nichts Ungewöhnliches, in unseren Breiten zumindest nicht. Stabile Wetterlagen, in denen tage- oder wochenlang das gleiche Wetter vorherrscht, sind bei uns so gut wie nicht existent. So etwas findet man eher in ariden oder tropischen Gebieten. Bei uns ist es normal, dass das Wetter von einem Tag zum anderen sehr unterschiedlich ist, mit stark schwankender solarer Einstrahlung, sogar von Minute zu Minute, bei unterbrochener Bewölkung.

Hier zum Vergleich mal Messwerte der Globalstrahlung (gesamte solare Strahlung auf eine horizontale Fläche), für den Monat Mai, gemessen an der HTW Berlin:

http://wetter.htw-berlin.de/History/EGH_SMP4/2021-05-01/2021-05-31

Also, kein Grund zur Beunruhigung, alles normal :)

Martin

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Danke für die Antwort. Das habe ich mir so dann auch irgendwann gedacht, dass das "aktuelle" Wetter pro Tag genommen wird (bzw. evtl. habt ihr auch über mehrere Jahre gemittelt?). Für eine realistische Ertragssimulation für ein Jahr ist das auch richtig und sinnvoll so.

Ich wollte die (theoretische) Maximalbelastung der Strings bzw. WR-Eingänge haben und die ist bei einer solchen Simulation nicht unbedingt gegeben (einstrahlungstechnisch bester Tag aber mit schlechtem Wetter). Dafür wäre jeden Tag bei 100% Sonne zu ermitteln. Sind diese Maximal-Daten irgendwo abzulesen? Bei der Verschaltung werden die Modulmaximimalwerte genommen, die aber durch Ausrichtung+Dachneigung praktisch selbst im Optimalfall anders sind.
(Konkrete Situation: zwei Strings parallel, I(MPP) der Module ist 11,7 A, also max 23,4A. WR kann aber max. 20A. Die 11,7A werden jedoch durch Ost-Nord-Ost und 45° Dachneigung wohl nie erreicht, da wohl max. 800W/m² (oder noch weniger) und damit I unter 10A bleibt.)

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Hallo TWe,

dieser Punkt, also die theoretische Maximalbelastung, bzw. das Unter- oder Überschreiten von Strom-, Spannungs- und Leistungsgrenzen, wird mit Auslegungstemperaturen und -einstrahlungen behandelt.

Einzusehen sind diese für die verschiedenen Parameter auf der Seite "Wechselrichter" unter dem Punkt "Anlage prüfen".

grafik.png

Die von PV*SOL verwendeten Einstrahlungs- und Modultemperaturwerte entsprechen der gängigen Praxis, können aber auch in den Optionen unter "Verschaltungsgrenzen" eingestellt werden.

Dass in der Praxis diese Werte unter Umständen nicht erreicht werden, ist richtig. Es handelt sich auch eher um eine Worst-Case-Abschätzung. Gerade bei der maximalen Leerlaufspannung, die evtl. die maximal zulässige Systemspannung überschreitet, möchte man auf der sicheren Seite sein. Aber klar, in der Praxis kann man gerade beim Strom und dann bei der Leistung auch überdimensioneren, also bewusst über die Auslegungsgrenzen hinweg gehen, da durch meteorologische oder verschaltungstechnische Umstände so gut wie ausgeschlossen ist, dass die Grenzen erreicht werden. Bzw. würde ja dann auch einfach abgeregelt werden, man verliert etwas Energie, aber man gefährdet die Anlage nicht.

Hoffe, das hilft weiter. Beste Grüße,

Martin

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