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Anfänger-Frage PV SOL Premium


SonnenStrom
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Hallo nach Berlin,

ich nutze PV SOL Premium seit ein paar Jahren,  aber immer wieder kommt die Frage hoch, warum der Unterschied
zwischen dem Jahres-Wert des Energieertrags für die EnEV-Energieertragsrechnung nach DIN 15316-4-6 und
der PV-Generatorenergie AC-Netz teilweise recht groß ist (2.800 kWh versus 4.500 kWh).

Welches sind die Komponenten, die in die Energieertragsrechnung einfließen?
Ich habe in den Hilfetexten auf Anhieb nichts gefunden - hier fehlen mir offensichtlich Grundlagen ? .

Danke für einen Hinweis oder für eine Aufklärung.

Beste Grüße

Baltz SonnenStrom

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Hallo SonnenStrom,

Die EnEV-Berechnung ist ein komplett anderes Rechenverfahren. Die Erträge nach EnEV werden teilweise benötigt, wenn man eine KfW-Förderung haben möchte und dabei die PV-Energie angerechnet werden soll. Dabei sind dann die Formel und die zu verwendenden Werte in den Normen vorgegeben. Das hat dann mit den realen Werten nur eingeschränkt etwas zu tun. Deshalb können da je nach Anlage auch größere Unterschiede zustande kommen. 

Für die EnEV ist der Ertrag der PV-Anlage nach DIN EN 15316-4-6 mit Strahlungswerte aus DIN V 18599-10 zu berechnen. Es handelt sich dabei um einen stark vereinfachten Rechengang, der in der DIN enthalten ist. Zum einen wird dort die Einstrahlung auf die Modulebene berücksichtigt, die durch die DIN  V 18599-10 für verschiedene Regionen und Ausrichtungen vorgegeben wird. Als Neigungswinkel stehen die Winkel 0°, 30°, 45°, 60° und 90° zur Auswahl.  Das heißt, wenn der Neigungswinkel der geplanten Anlage davon abweicht, wird entsprechend zum nächstmöglichen Neigungswinkel nach Norm auf- oder abgerundet. Dann werden noch die Peakleistung der PV-Anlage und ein Systemleistungsfaktor berücksichtigt. Der Systemleistungsfaktor ist ebenfalls durch die DIN vorgegeben. Die eigentlichen Modul- und Wechselrichterkennwerte oder der Klimadatensatz der näheren Umgebung etc. spielen dabei keine Rolle.

PV*SOL führt dagegen ein dynamisches Simulationsverfahren anhand realer Modul- und Wechselrichterkennwerte durch. Es werden also zum Beispiel die konkreten Wirkungsgrade der Module und Wechselrichter, die Temperaturabhängigkeiten usw. während der Simulation berücksichtigt. Des Weiteren wird der konkrete, gewählte Klimadatensatz für die Einstrahlung verwendet. Dabei werden dann auch Strahlungsgewinne oder -verluste durch die definierte Ausrichtung und Neigung berücksichtigt. Die Simulation enthält halt nicht nur eine Formel, sondern ein komplexes Modell mit vielen Parametern.

Viele Grüße

Sixten

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