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schmitt@wagner

Tigo Leistungsoptimierer

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Hallo!

Hinweis: Bitte den letzten Post mit aktuellen Informationen beachten!

Die Leistungsoptimierer können derzeit nur in der 3D Planung verwendet werden, tut mir leid. Richtig Sinn machen diese Bauteile ja auch erst bei Verschattung durch nahe Objekte, die in der Planung ohne 3D nicht angemessen genau simuliert werden kann.

 

Wir arbeiten derzeit aber an einer umfassenden Erweiterung für Leistungsoptimierer, die es dann auch möglich machen wird, Leistungsoptimierer für die Verschaltung auf der Wechselrichter-Seite zu verwenden, um so wenigstens die Vorteile der LO in dieser Hinsicht ohne 3D abbilden zu können.

 

Beste Grüße,

Martin

Edited by developer_mh
Update wegen neuer Programmversion

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Das Problem bei meiner Auslegung ist halt, dass ich drei unterschiedliche Ausrichtungen habe. Dafür brauche ich nicht unbedingt eine 3d - Planung zu erstellen. Inzwischen habe ich jedoch die 3d-Planung erstellt und festgestellt, dass die unterschiedlichen Ausrichtungen sich auch nicht miteinander verschalten lassen. Ist irgendwie doof.

 

Oder liegts an mir und ich finde den richtigen Trick nicht?

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Drei unterschiedliche Ausrichtungen lassen sich (derzeit) nur an drei unterschiedlichen MPP-Trackern verschalten. Also bräuchten Sie einen Wechselrichter mit mindestens 3 MPP-Trackern. Modulflächen unterschiedlicher Ausrichtung per Leistungsoptimierer in einen Strang zu hängen, wird dann in der mit der Erweiterung möglich sein, an der wir gerade arbeiten.

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Hallo,

mittlerweile haben wir PV*SOL premium 2018 veröffentlicht, in der wir die Verschaltung von Power-Optimizern (Leistungsoptimierern) vollständig überarbeitet haben. Es können sowohl interne Power-Optimizer wie Maxim als auch externe wie SolarEdge und Tigo genutzt werden.

https://www.valentin-software.com/aktuelles/produktneuheiten/neu-pvsol-premium-2018-import-von-3d-modellen

Viel Spaß damit und beste Grüße,

Martin

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Hallo,

ich habe mir eine 3D Planung von einem Gebäude angelegt. Vorgelagert liegt ein recht hohes Gebäude welches Schatten auf meine PV Anlage wirft. Auch dieses Gebäude habe ich mit angelegt.

Die geplante Anlage umfasst 32 Module a 300 W und (9,60 KW) und einen SMA STP9000-TL 20.

Die einzelnen Module liegen bei einer Verschattung zwischen 7% und 1%, je nach Modul.

Ich habe dann einfach mal pauschal gesagt, dass ich alle Module die mehr als 3% Verschattung haben mit einem TIGO Leistungsoptimierer ausstatte. Hier kam ich auf eine Anzahl von 16 Tigo's und erreichte 884 kWh/kWp. Soweit alles gut. (Ohne die Tigo lag ich übrigens bei 845 kWh).

Um die Sache danach nochmal interessehalber weiter auszureizen habe ich noch zwei weitere Tigos mit dazu genommen, sprich in Summe 18 Stück. Mit diesen zwei weiteren Tigo's habe ich noch zwei weitere Module ausgestattet die bei ca. 2,9 % Verschattung lagen.
Als Ergebnis kam ich dann komischerweise nur noch auf 877 kWh/kWp, was ich leider nicht nachvollziehen kann??

Wie kann es sein, dass ich durch weitere Leistungsoptimierer auf einmal meinem spez. Ertrag (kWh/kWp) wieder verringere? Ich hätte

Kann man pauschal sagen bis zu welcher prozentualen Abschattung ein Leistungsoptimierer Sinn macht?

image.png.d13e7b44f0991ea372db1425f7f801a9.png

Vielen Dank vorab und beste Grüße

Jan

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Hallo JLA,

interessante Frage, die leider nicht so pauschal zu beantworten ist. Es gibt prinzipiell erstmal zwei Dinge zu beachten:

Die Darstellung der Schattenhäufigkeit in 3D ist keine Angabe über den Ertragsverlust am Ende des Jahres.

Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Größen, aber für den Ertragsverlust ist eben auch wichtig, wo hoch zum Zeitpunkt der Verschattung die gesamte Einstrahlung (Globalstrahlung) und der diffuse Anteil ist. Ist zum Beispiel ein Modul morgens voll verschattet, aber zu diesem Zeitpunkt die Globalstrahlung nur gering, wird das für den Ertrag übers Jahr nicht viel ausmachen. In diesem Fall würde sich auch ein Leistungsoptimierer nicht lohnen.

Um das herauszufinden, ist es hilfreich, sich in der 3D Umgebung mit Hilfe des Sonnentools die Schatten zur Mittagszeit zwischen Frühjahr und Herbst anzuschauen. Die Module, die in diesen Zeiten von Schatten betroffen sind, können in der Regel von Leistungsoptimierern profitieren. Dabei profitieren teilverschattete Module natürlich mehr als vollverschattete, aus denen auch Leistungsoptimierer nichts mehr rausholen können.

Auch Leistungsoptimierer haben Verluste

Ist banal, wird aber trotzdem oft vergessen. Leistungsoptimierer sind wie MPP-Tracker und DC/DC-Wandler und haben ihrerseits Wandlerverluste. Wenn also eine unverschattete Anlage mit Leistungsoptimierern ausgestattet wird, bringt sie weniger Ertrag übers Jahr als eine Anlage ohne. Wann sich jetzt ein Leistungsoptimierer energetisch rechnet, das heißt, ab wann er mehr Energie aus den Modulen holt als er selbst verbraucht, kann man leider so pauschal nicht sagen. Deswegen muss ja simuliert werden :) Aber man muss eben in der Jahresbilanz vor Augen haben, dass Leistungsoptimierer den Ertrag auch nach unten schrauben können.

 

Das heißt, das Vorgehen, das du scheinbar bei deinem Projekt angewendet hast, ist sehr sinnvoll. Einmal die Anlage ohne Leistungsoptimierer rechnen, dann die eindeutigen Module mit Leistungsoptimierern versehen, und dann nach und nach probieren, wo weitere Leistungsoptimierer etwas bringen.

 

Viele Grüße,

Martin

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Vielen Dank für die umgehende Antwort.

Es ist tatsächlich so, dass ich von 15.04. bis zum 01.09. gar keinen Schatten auf der Anlage habe.

Dennoch liegt der spezifische Ertrag ohne Leistungsoptimierer bei 853 kWh/kWp und mit den 16 Tigo's hole ich 893 kWh/kWp raus.

Bei 9,60 kWp macht das 384 kWh/a im Jahr aus.

Wenn man den Mehrertrag hochrechnet auf 20 Jahre und geht davon aus, dass ein Tigo ca. 50€ kostet ist es eine ganz knappe Kiste denke ich.
Plus/Minus null.

Was sagt ein Experte dazu? Bin neu im Geschäft... Brauch mal einen Anhaltspunkt :-)

Danke & Gruß

Jan

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Ja, das ist wirklich eine spannende Frage. Die Kosten für die Leistungsoptimierer lägen bei 800 € (16 St. * 50 €), während die höhere Vergütung über 20 Jahre etwa 937 € ausmachen würde (mit einer Vergütung von 0,122 €/kWh gerechnet).

12 minutes ago, JLA said:

eine ganz knappe Kiste denke ich

denke ich auch. Was noch für Leistungsoptimierer sprechen könnte, wäre, dass wenn die Module mit der Zeit unterschiedlich stark degradieren, sie dann diese eventuellen späteren Mismatch-Verluste auffangen könnten. Was wiederum gegen die Leistungsoptimierer spricht, ist, dass ja auch sie ein Ausfallrisiko haben und evtl im Lauf der Zeit ersetzt werden müssen.

Ich fürchte, es sind noch keine Anlagen mit modernen Leistungsoptimierern 20 Jahre am Netz, so dass man belastbare Aussagen machen könnte. Immerhin sind wir jetzt schon mal soweit, dass wir die Effekte der Leistungsoptimierer mit ihren Potenzialen und ihren Nachteilen darstellen können.

Viele Grüße,

Martin

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Es lohnt sich nicht:

Du hast mit TIGO einen Mehrertrag von 4% errechnet, für 800€ Materialkosten.

Einen vergleichbaren Mehrertrag erreichst du mit rechnerisch 1,3 zusätzlichen PV-Modulen, ca. 400€ Materialkosten. Arbeitszeit wird weniger werden da die Montage und Inbetriebnahme des Optimierungssystems entfällt.

Das Risiko eines defekten Optimierers musst du dann auch nicht eingehen ...

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On 17.2.2018 at 1:06 PM, Bene said:

Es lohnt sich nicht:

Du hast mit TIGO einen Mehrertrag von 4% errechnet, für 800€ Materialkosten.

Einen vergleichbaren Mehrertrag erreichst du mit rechnerisch 1,3 zusätzlichen PV-Modulen, ca. 400€ Materialkosten. Arbeitszeit wird weniger werden da die Montage und Inbetriebnahme des Optimierungssystems entfällt.

Das Risiko eines defekten Optimierers musst du dann auch nicht eingehen ...

Leider ist die Anzahl der Module schon ausgereizt und ich kann max. 32 Module unterbringen.

Deswegen war die Frage ob es Sinn macht mithilfe der Tigo's den Ertrag der vorhandenen 32 Module noch zu steigern!?

Nur mal angenommen, ich hätte auf den ein oder zwei zusätzlichen Modulen auch wieder Verluste durch Schatten, erlange ich dadurch ja auch wieder nur einen verringerten Mehrertrag.
Ist das nicht der Vergleich mit Äpfel und Birnen?

Ich habe die Planung mittlerweile so optimiert, dass ich mithilfe von 9 LO auf 899 kWh/kWp komme. Das entspricht ca. 450 kWh/a Mehrertrag (gesamte Anlage).

450 kWh x 0,122 € = 55 €/a

Die 9 LO's sollten sich in diesem Fall nach knapp 9 Jahren rentiert haben.

Ich denke dass ist ein Versuch wert.

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